Ich warte, also bin ich

12. August 2008 at 15:09 1 Kommentar

Ein schlauer Mensch hat mal herausgefunden, dass wir statistische 5 Jahre unseres Lebens wartend in irgendwelchen Schlangen verbringen (während wir uns nur 3 Monate lang die Zähne putzen und 1,5 Jahre lang waschen – was natürlich nicht für die Franzosen gilt, aber das hatten wir ja schon).

Aus Hamburg wieder zurück in Paris haben wir uns also als erstes daran gemacht, etwas auf unser Lebenswartenschlangenkonto einzuzahlen und uns das Innere des Chateau Versailles angeschaut.
Zuerst standen wir anderthalb Stunden vor dem Ticket-Schalter an, danach, um reingehen zu dürfen, dann, um einen Audioguide zu bekommen und schlussendlich nochmal, um einen Blick in die Kapelle zu werfen. Für die Toiletten mussten wir uns sowieso immer anstellen. Dazwischen trug uns die Menschenmasse von einem Raum in den anderen, mit andächtigem Verharren war plötzlich Schluss.

Mittlerweile hatte Fritzi die Lust am Telefonieren mit dem Audioguide verloren und Hunger bekommen. Essen ist in Versailles verboten. Zum Glück hält sich Gerolds Interesse an Schlössern in Grenzen und die zwei hielten ein Picknick mit anschließendem Mittagsschlaf im Schlosshof ab (was eigentlich auch verboten ist, zumindest der Teil mit der Nahrungsaufnahme – Trinken darf man übrigens, aber nicht mehr als 0,5 Liter).

Versailles ist ein beeindruckender Bau mit einem ebenso beeindruckenden Garten (dessen Wasserspiele allerdings nur zweimal pro Tag das Auge erfreuen). Leider sind von der Inneneinrichtung kaum Möbel erhalten und der Eindruck, den man vom höfischen Leben bekommt, ist begrenzt. Auch dadurch, dass man beispielsweise keine Küchen oder Badezimmer (die es vielleicht gar nicht gibt?) anschauen darf.
Einen etwas authentischeren Eindruck vom damaligen Schlossleben bekommt man – und damit bringe ich dann doch tatsächlich meinen ersten Ausflugstipp an – im Chateau Fontainebleau. Der Garten ist zwar bei weitem nicht so eindrucksvoll wie das Pendant in Versailles, doch dieses Manko kann man durch einen Spaziergang im nahe gelegenen – und riesigen – Forêt de Fontainebleau locker ausgleichen.

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Entry filed under: on the road again, Vive la France.

Hamsterfahrt Lieber ein Ende mit Schrecken…

1 Kommentar Add your own

  • 1. Lara  |  15. August 2008 um 22:17

    und Vaux-le-Vicomte ist auch sehr schoen — toller Garten, geniale Landschaftsarchitektur, und angeblich auch, sehr viel kleineres, Vorbild fuer Versailles. Auch nicht mehr viele Moebel allerdings. Ist mir persoenlich mein liebstes Schloss hier um Paris.

    Antwort

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