Aus die Maus

9. April 2008 at 11:20 Hinterlasse einen Kommentar

Wenn zwei Liebende sich trennen, bleibt meist einer auf der Strecke – oftmals traurig, enttäuscht und manchmal sogar verbittert. Das liegt daran, dass er nicht verlassen werden wollte und dennoch nichts dagegen tun konnte.
Seltener ist derjenige, der verlässt, der Traurige, Enttäuschte und Verbitterte. Doch genauso geht es mir: Ich bin traurig, enttäuscht und stinksauer. Und dabei habe ich den ersten Schritt getan und bin gegangen.
Heute habe ich mich getrennt – von Stokke.

Stokke ist der Hersteller von Fritzis Hochstuhl, ihrem Bett, in dem sie noch nie geschlafen hat, und auch ihrem Kinderwagen. Besonders dieser hatte es mir angetan, er war sozusagen das an Stokke, was ich am meisten geliebt habe, der Grund für unsere Beziehung. Dabei war diese Beziehung von Anfang an sehr einseitiger Natur. Das wollte ich nur einfach nicht wahrhaben.
Als Fritzi noch in meinem Bauch schwamm und die Entscheidung für einen Kinderwagen anstand, da war es der Xplory, der mich sogleich magisch anzog. Daran änderte auch die miserable Beratung im Super Safety Store nichts. Und selbst der noch misere Kundenservice von Stokke USA konnte mich nicht davon abhalten, mich Hals über Kopf in diese aussichtslose Beziehung zu stürzen. Das waren Ausrutscher, ein schlechter Tag macht noch keinen schlechten Menschen.
Mittlerweile weiß ich, dass Stokke mich nie richtig geliebt hat, sondern nur mein Geld wollte. Und sowas tut weh.
Vor allem, wenn es erst nach einiger Zeit quasi zufällig rauskommt.

Ich habe mir nämlich Sorgen um unseren Xplory gemacht, weil er mit jeder Flugreise mehr Schrammen bekommt, und wollte deshalb die Reisetasche, die es für ihn gibt, bestellen. Vielleicht fühlte sich Stokke von meiner Fürsorglichkeit eingeengt, das hätte er mir ja ruhig können. Stattdessen gab ein Wort das andere (bisher gingen 23 (!) E-Mails zwischen dem Kundenservice Deutschland bzw. Online-Händlern und mir hin und her) und ich habe für mich jetzt einen Schlussstrich unter unsere Beziehung gezogen. Kein Kinderwagen ist es wert, dass man ihm hinterher rennt.

Natürlich habe ich nach meiner Trennung nun Angst, dass ich keinen mehr abbekomme. Ich bin schließlich nicht mehr die jüngste. Andererseits: Auch andere Mütter haben hübsche Kinderwagen!

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