Archive for April, 2008

Und die Karawane zieht weiter

In Hamburg wohnen war mein erster erfüllter Traum. Ein eigener Garten wurde in Toronto Wirklichkeit. Aber aller guten Dinge sind bekanntlich derer drei. Und Paris hat mir nun einen Wohnwagen beschert. Den haben wir zwar nicht hier gekauft, aber es gilt das Wohnortprinzip.
Die erste Fahrt von Ilshofen hierher haben er und wir schon erfolgreich hinter uns gebracht und am letzten Wochenende wurde er mehr oder weniger vollständig eingerichtet. Wenn dann die Franzosen den Sieg über die Deutschen feiern, fahren wir Probewohnen. Und so die Dichtmasse will, werden wir in diesem Jahr außerdem in die Normandie und ans Mittelmeer reisen. Was mich natürlich unter Druck setzt – bisher bin ich alle Berichte über unsere Tagesausflüge schuldig geblieben; und dann kämen noch die Campingfahrten hinzu. Darüberhinaus muss ich einen neuen Traum finden (den ich aber eigentlich schon habe). Und immer noch eine neue Überschrift. Wenn dieser Stress mal nicht zu einer völligen Schreibblockade führt.

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29. April 2008 at 12:13 Hinterlasse einen Kommentar

Was koche ich morgen?

Hier eine kleine Inspiration zum Wochenende – und ich dachte schon, dass mich nach dem Dschungelcamp nix mehr schocken könnte.
Na dann, wohl bekommt’s!

25. April 2008 at 15:20 2 Kommentare

Leerstand

Im Moment erschöpft sich meine Kreativität offensichtlich darin, ein Trio bestehend aus Biber, Waschbär und Eichhörnchen mit unterschiedlich verstellter Stimme zum Leben zu erwecken und Fritzi mit deren vermeintlich lustigen Geschichten zum Lachen zu bringen. Denn obwohl ich nun schon seit Wochen über einem neuen Namen für mein Internet-Tagebuch grüble, will mir einfach kein Knaller einfallen.

Aber es hilft nix – „Auch Toronto liegt am Wasser“ ist seit über einem Jahr Geschichte. Ich weiß, anlässlich unseres 1-Jahr-und-1-Tag-Frankreich-Jubiläums, das wir vor kurzem mit einer Flasche Champagner begangen haben, wäre es mal wieder an der Zeit, ein bisschen Bilanz zu ziehen, aber mir ist einfach nicht danach. Die, zugegeben sehr platte, Namensänderung und die Erkenntnis, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie soviel Champagner wie in dem einen Jahr getrunken habe, müssen für’s erste reichen.

15. April 2008 at 17:05 2 Kommentare

Aus die Maus

Wenn zwei Liebende sich trennen, bleibt meist einer auf der Strecke – oftmals traurig, enttäuscht und manchmal sogar verbittert. Das liegt daran, dass er nicht verlassen werden wollte und dennoch nichts dagegen tun konnte.
Seltener ist derjenige, der verlässt, der Traurige, Enttäuschte und Verbitterte. Doch genauso geht es mir: Ich bin traurig, enttäuscht und stinksauer. Und dabei habe ich den ersten Schritt getan und bin gegangen.
Heute habe ich mich getrennt – von Stokke.

Stokke ist der Hersteller von Fritzis Hochstuhl, ihrem Bett, in dem sie noch nie geschlafen hat, und auch ihrem Kinderwagen. Besonders dieser hatte es mir angetan, er war sozusagen das an Stokke, was ich am meisten geliebt habe, der Grund für unsere Beziehung. Dabei war diese Beziehung von Anfang an sehr einseitiger Natur. Das wollte ich nur einfach nicht wahrhaben.
Als Fritzi noch in meinem Bauch schwamm und die Entscheidung für einen Kinderwagen anstand, da war es der Xplory, der mich sogleich magisch anzog. Daran änderte auch die miserable Beratung im Super Safety Store nichts. Und selbst der noch misere Kundenservice von Stokke USA konnte mich nicht davon abhalten, mich Hals über Kopf in diese aussichtslose Beziehung zu stürzen. Das waren Ausrutscher, ein schlechter Tag macht noch keinen schlechten Menschen.
Mittlerweile weiß ich, dass Stokke mich nie richtig geliebt hat, sondern nur mein Geld wollte. Und sowas tut weh.
Vor allem, wenn es erst nach einiger Zeit quasi zufällig rauskommt.

Ich habe mir nämlich Sorgen um unseren Xplory gemacht, weil er mit jeder Flugreise mehr Schrammen bekommt, und wollte deshalb die Reisetasche, die es für ihn gibt, bestellen. Vielleicht fühlte sich Stokke von meiner Fürsorglichkeit eingeengt, das hätte er mir ja ruhig können. Stattdessen gab ein Wort das andere (bisher gingen 23 (!) E-Mails zwischen dem Kundenservice Deutschland bzw. Online-Händlern und mir hin und her) und ich habe für mich jetzt einen Schlussstrich unter unsere Beziehung gezogen. Kein Kinderwagen ist es wert, dass man ihm hinterher rennt.

Natürlich habe ich nach meiner Trennung nun Angst, dass ich keinen mehr abbekomme. Ich bin schließlich nicht mehr die jüngste. Andererseits: Auch andere Mütter haben hübsche Kinderwagen!

9. April 2008 at 11:20 Hinterlasse einen Kommentar

Oben hui, unten pfui

Topf und Deckel, A…. auf Eimer, Faust auf’s Auge, Pech und Schwefel – kurz: Franzosen und Französinnen passen einfach perfekt zusammen. Zumindest im Bereich Körperhygiene, die es damit tatsächlich geschafft hat, mein Lieblingsthema zu werden.

Unzweifelhaft sind die Räumlichkeiten, die einem hier als öffentliche WC’s angeboten werden, i.d.R. alles andere als einladend und man möchte dort auf keinen Fall länger verweilen als absolut notwendig. Manchmal sind sie derart furchterregend, dass der Fluchtreflex schier übermächtig zu werden droht – allerdings niemals stärker als mein Bedürfnis nach Sauberkeit und so halte ich die Luft an, denke an eine Sommerblumenwiese und wasche meine Hände.

Dagegen scheinen die Französinnen Dreck mit Dreck bekämpfen zu wollen. Und das nicht nur auf der Toilette von McDonalds (oder einem beliebigen anderen Unterschichtenrestaurant). Auch in gehobenen Speiselokalen, ob mit oder ohne Kinder und während des Museumsbesuchs – rein, rauf, runter, raus.

Einer unserer Reiseführer beginnt mit dem Satz: „Die Franzosen halten ihren Lebensstil für den besten und ihr Land für das zivilisierteste überhaupt. Millionen von Besuchern können dem nur zustimmen.“. Die Franzosen – ein Volk von Eskapisten?

8. April 2008 at 14:08 Hinterlasse einen Kommentar

Fast mein Lieblingsthema

Wenn wir irgendwann einmal Frankreich den Rücken kehren, müssen wir uns unbedingt in Spanien oder Italien niederlassen. Nicht, weil es dort besonders schön wäre, sondern weil ich vermute, dass die Männer dort ähnlich Macho sind wie in Frankreich.

Es ist nämlich nicht nur so, dass unsere Gastgeber den Dreck ihrer vierbeinigen Freunde nicht wegräumen, sie nehmen es auch mit ihrem eigenen stillen Örtchen nicht sehr genau. Will sagen: Die französischen Männer urinieren wo sie gerade gehen und stehen. Am erstbesten Busch auf dem Weg vom Golf- zum Parkplatz, noch schnell an der Regenrinne bevor sie das Bürogebäude betreten, an der Hausecke neben der Bushaltestelle. Ganz so, als ob nicht wirklich sicher wäre, wann die nächste Toilette in Reichweite kommt. Oder als ob sie kollektiv an der Prostata erkrankt seien. Aber vielleicht sind sie auch einfach nur sehr traditionsbewusst.

Noch heute stinken die Prunksaäle in Versailles nach den Hinterlassenschaften der einst vornehmen Bewohner (so sagt man), weil diese dort in die Ecken gemacht haben. Wie war das mit den Fliegen?

4. April 2008 at 07:49 Hinterlasse einen Kommentar


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