Archive for Februar, 2008

Im Namen des Glaubens

Schade, dass Spiegel Online solche Artikel mit Vorliebe am Sonntag veröffentlicht, würden doch montags ungleich mehr Leser erreicht werden – nämlich auch diejenigen, die Spiegel Online nur im Büro lesen.
Aber vielleicht möchte man sich nicht dem Vorwurf ausgesetzt sehen, Vorbehalte gegen Juden und/oder Moslems geschürt zu haben (siehe dazu auch die Diskussion bei Wikipedia).

Mir ist es egal, ob das Fleisch geschächteter Tiere koscher oder halal genannt wird, mir ist es auch egal, ob die Tiere aus religiösen Gründen oder reiner Profitgier so transportiert werden – ich finde, dass dieser Umgang mit der Kreatur barbarisch und einer zivilisierten Gesellschaft nicht würdig ist. Und ich bin froh, dass ich an keinen wie auch immer gearteten Gott glaube.

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18. Februar 2008 at 14:46 Hinterlasse einen Kommentar

Atlantic Star

Noch in der letzten – wahrlich erfolgreichen – Saison wurden die Toronto Raptors im Spiegel Online regelmäßig verrissen. Hätte ich ein Abo gehabt, ich hätte es wegen unbegründeter Voreingenommenheit gekündigt.
Doch auf einmal ist alles ganz anders. Vor kurzem erschienen sage und schreibe zwei positive (hier und hier!) Artikel über die kanadischen Ballkünstler. Zu allem Übel auch noch mit Bild. Ich weiß gar nicht, wie mir geschieht!

11. Februar 2008 at 09:04 Hinterlasse einen Kommentar

Kinderparadies Frankreich

Ich habe ja gleich gesagt, dass da etwas faul ist!
Und natürlich auch noch ein bisschen Senf dazuzugeben:
Ein Tipp von den Betreuerinnen in den Krippen ist z.B. dieser: Man solle das Kind so früh wie möglich dorthin bringen (weit bevor es die Fremdelphase erreicht), weil es dann soetwas wie Trennungsangst noch nicht kennt.
Die allgegenwärtige Frage „Still- oder Flaschenkind?“ wird nicht gestellt. Hier heißt es immer „Womit wird denn gefüttert?“. Stillförderung sieht irgendwie anders aus.
Autos halten auch dann nicht an, wenn die Fußgängerampel grün zeigt. Besser, man bringt seinem Kind von vornherein bei, diesen orangefarbenen Wimpel an der roten Stange, den die Kinder in Deutschland am Rad haben (und den es hier nicht gibt) auch dann zu tragen, wenn sie zu Fuss gehen.

Ein bisschen mehr Ausgewogenheit täte den vielen Artikeln zum Thema „In Frankreich ist alles besser!“ ganz gut. Unbestritten sind die Kinderbetreuung und Familienförderung in Deutschland ein schlechter Scherz. Den ersten Platz belegen wir nur im Mütter-ein-schlechtes-Gewissen-einreden, worauf wir wahrlich nicht stolz sein können. Umso wichtiger wäre es, die Maßnahmen aufzugreifen, die in anderen Ländern Erfolg haben und gleichzeitig aus deren Fehlern zu lernen. Doch dazu sollten die Medien auch mal über eben diese Fehler berichten. Kollektives Deutschland-Bashing bringt uns nicht weiter.

 

Hat zwar nix mit dem eigentlichen Thema zu tun, passt aber gut!
Waren die Leute, die sowas schreiben, eigentlich jemals in Paris? Auf einem Wochen- oder im Supermarkt? Oder in der Brasserie an der Ecke? Und wenn ja, wie oft? Oder doch nur dann, wenn es ins Konzept passte? Und wenn man am goldenen M oder dem Dönerstand vorbeikommt, schließt man flux die Augen?

1. Februar 2008 at 10:39 Hinterlasse einen Kommentar


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