My home is my highway

13. September 2006 at 08:54 Hinterlasse einen Kommentar

Gestern habe ich einen interessanten Artikel bei Spiegel Online gelesen. Nicht nur für Gammelfleisch, sondern auch für die Vernichtung heimischer Arbeitsplätze wird nun dem geizgeilen Verbraucher die Schuld in die Schuhe geschoben. Natürlich darf man die Macht der Konsumenten nicht unterschätzen (auch wenn er es selbst viel zu oft tut), aber schuldig ist immer noch der, der verschimmeltes Fleisch zu Dönern verarbeitet oder mit seiner Unterschrift Fabriken in Deutschland schließt. Allenfalls leistet der Pfennigfuchser solchen Ideen Vorschub, aber ob jemand aus Gründen der Gewinnmaximierung fragwürdige oder sogar illegale Wege beschreitet, liegt immer noch an ihm selbst.

Ob in Deutschland irgendjemand mit dem „Made in Germany“-Slogan hinterm Ofen vorzuholen ist, weiß ich nicht, hier ist „Made in Canada“ schon noch populär. Selbst bei Wal-Mart, wo fernöstliche Produkte in den Regalen eindeutig dominieren (und von mir konsequent gemieden werden, da sie größtenteils absoluter Ramsch sind und wegen fehlender GS-Prüfungen oftmals brandgefährlich). Und auch den Spruch „Du bist was Du isst“ sollte man sich, obwohl ziemlich abgedroschen, öfter mal sagen, wenn man vor den überquellenden Auslagen im Supermarkt steht. (Wobei auch mir unklar ist, wie ein Hartz IV-Empfänger das mit gut 10,- Euro Tagessatz bewerkstelligen soll.)

Aber zurück zum Artikel. Darin war unter anderem die Aussage des Vorstandschefs von General Motors zu lesen, dass man beim Kauf eines GM-Autos immer auch einen Sozialaufschlag von 1500,- US-Dollar zahlt. Günstiger bekommt man seinen Wagen beim Konkurrenten Hyundai, der diesen Aufschlag nicht einkalkulieren muss. Nun sind die USA nicht gerade für ihre ausgefeilten Sozialen Sicherungssysteme bekannt und in Korea ist es sicherlich noch einen Tacken schlimmer, aber ich glaube nicht, dass allein der Preiskampf für die Misere der amerikanischen Autobauer verantwortlich ist.
Als wir hierher gezogen sind, haben wir erst einmal das Auto von Gerolds Vorgänger übernommen, eine Oldsmobile Limousine. Ich hätte mir diesen Wagen nie und nimmer ausgesucht, aber wegen des Umbaus hatten wir alles mögliche im Kopf und waren froh, uns nicht auch noch mit windigen Autohändlern rumschlagen zu müssen. Irgendwann besserte sich die Situation und wir fingen an, nach Autos zu gucken. Ein amerikanisches sollte es schon sein, schließlich sind wir in Deutschland auch ein deutsches gefahren, und ein SUV noch dazu (ich wollte höher sitzen, um auf den Highways wenigstens auf Augenhöhe mit den Felgen der LKW konkurrieren zu können). Also klapperten wir Jeep, Buick, Ford und GMC ab. Wir fuhren einige zur Probe und landeten letztlich bei Honda und Toyota – und zwar nicht wegen des Preises (denn die unterschieden sich wegen all der Rabatte kaum), sondern weil die amerikanischen Wagen einfach miserabel verarbeitet waren und noch dazu einen unmöglichen Benzinverbrauch hatten. Es wurde dann ein Honda CR-V EX-L und wir sind immer noch sehr zufrieden mit unserer Wahl.

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Entry filed under: alles anders in Kanada.

Und Action! Peng, du bist tot

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