Saugen, nicht blasen

24. Juni 2006 at 12:30 Hinterlasse einen Kommentar

Als wir nach Kanada umsiedelten, ließ ich schweren Herzens meinen super-duper Staubsauger mit rollierender Bürste zurück, weil wir ihn wegen fehlender Netzspannung sowieso nicht hätten betreiben können. Ich ahnte nicht, welch folgenschweren Fehler ich damit beging.
Wir kauften uns hier auch keinen neuen Sauger, denn wir bekamen günstig einen von einem von Gerolds Mitarbeitern, der wieder zurück nach Deutschland ging. Es war eins von diesen Standmodellen, also keiner, den man hinter sich herzieht. Nicht mein Favorit, aber okay.
Auf den ersten Blick war mir das Gerät nicht unsympathisch, besonders beeindruckt war ich von den zwei Lampen, die links und rechts neben der Saugöffnung den Dreck beleuchteten. Frisch ging ich ans Werk, den Dreck hell erleuchtet immer im Blick. Das erste Zimmer war fertig gesaugt, als ich auf dem Rückweg feststellte, dass die zwei Lampen immer noch die gleichen Fussel beleuchteten wie auf dem Hinweg. Noch mal drüber, keine Änderung. Auch nach mehrmaligen, immer verzweifelter werdenden Saugerbewegungen das gleiche Bild. Irgendwann gab ich es auf und wir fuhren zu Canadian Tire und kauften einen neuen Sauger.
Ich hatte vorher schon die Prospekte studiert und ein Modell (mit rollierender Bürste) direkt ins Herz geschlossen. Qualität hat ihren Preis, so kannte ich es jedenfalls bisher, hier war ich mir plötzlich nicht mehr so sicher. Mein favorisiertes Sauggerät hatte nämlich durchaus seinen Preis und Gerold nutzte meine ganz untypische Unsicherheit auch sofort aus. Schlussendlich kam ich mit einem Sauger nach Hause, der ein Viertel meiner Nummer 1 gekostet hatte und – oh Wunder – er saugte wie Gift. Stank zwar auch so und war ganz schön laut, aber ich sah nur die Fussel verschwinden und war glücklich.

Bis gestern. Freitag = Putztag und was passierte? Der Staubsauger ging kaputt. Erst wurde er immer lauter und saugte immer weniger, dann überhitzte er und ging aus. Ich versuchte mit dem Handfeger zu retten, was zu retten war, aber letzten Endes kam der schwer arbeitende Mann am Abend nach Hause und fand ein nur halb sauberes Heim vor. Oben hui, unten pfui. Darüber hinaus musste der schwer arbeitende Mann natürlich seine Abendgestaltung überdenken.
Auf unserer Einkaufstour favorisierte ich als erstes wieder ein Modell mit rollierender Bürste (von Hoover), aber letztendlich wurde es doch ein kompakteres und wesentlich leichteres Modell (von Dirt Devil – das klingt schon so schön nach Fussel-Vernichtung) und am späten Abend war das Heim sauber und bereit für's Wochenende.

Happy wife, easy life.

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