Das leidige Thema

2. Mai 2006 at 08:28 1 Kommentar

In der Nacht von gestern auf heute, genau um Mitternacht, war Abgabetermin für die Steuererklärung 2005. Normalerweise ist der 30.04. der Stichtag, da das aber ein Sonntag war, wurde die Deadline auf gestern verschoben.
In Deutschland kann man ja zehnmal beim Finanzamt anrufen und bekommt in der Regel auch zehn Verlängerungen, ob das hier auch geht, weiß ich nicht. Fakt ist, wenn man Steuern nachzahlen muss und seine Erklärung nicht termingerecht einreicht, kostet das. Und zwar 5 % vom Nachzahlungsbetrag plus 1 % pro säumigen Monat. Bekommt man Geld vom Staat zurück, kann man sich damit natürlich unendlich Zeit lassen. Tut der übrigens auch. Nachzahlungen sind
zügig fällig, Rückzahlungen dauern schon mal ein paar Wochen länger.
Zusammen mit allen anderen Schlendrianen ist Gerold also gestern losgegangen, um unsere Steuererklärung zu machen. Sicherlich gibt es hier auch richtige Steuerberater, aber eigentlich geht man dafür ins Einkaufszentrum. Dort haben dann die Steuer-Softwareanbieter ihre Stände aufgebaut und man erledigt sozusagen während des Einkaufs seinen Papierkram.
Gerold hat sich Softron Tax ausgesucht (das weiß ich deshalb, weil die ihm einen Isolier-Kaffeebecher geschenkt haben, der nun in der Spüle steht) und 160,- $ bezahlt. Sehr aufwendig scheint es nicht gewesen zu sein, denn er kam gestern Abend mit gleich drei Mappen nach Hause; eine für 2004, eine für mich 2005 (da gibt es offensichtlich einen Immigranten-Bonus) und eine für ihn 2005.
So ganz hat sich mir das Thema Steuern hier noch nicht erschlossen, aber ich arbeite daran (man kann Steuersoftware nämlich auch kaufen und seine Erklärung selbst machen; der Preis solcher Programme hängt übrigens u.a. davon ab, wieviele Steuererklärungen man damit machen will).
Genau wie in Deutschland kann man ein paar Sachen absetzen, aber längst nicht soviel. Manches hängt vom Einkommen ab, wie z.B. Kinderbetreuung, anderes nicht (Arbeitszimmer, Direktversicherung). Die heiß geliebte Pendler-Pauschale gibt es nicht, dafür aber ebenfalls den beruflich bedingten Umzug. Außerdem können Leute mit niedrigerem oder mittlerem Einkommen einen sogenannten GST-Credit beantragen.
Dazu muss man wissen, dass die Mehrwertsteuer hier aus zwei Teilen besteht, ein Anteil fließt der Provinz zu (PST, zwischen 5 % (Hotels) und 12 % (alkoholische Getränke im LCBO), 8 % ist der übliche Satz), der andere dem Bund (GST, 7 %). Wenn man nun die Kriterien für den GST-Credit erfüllt, bekommt man in Relation zu seinem Einkommen viermal im Jahr eine Steuerrückzahlung für die geleistete GST.

Für's erste bin ich mal froh, dass wir den Termin gehalten haben, alles weitere findet sich nächstes Jahr.

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Entry filed under: alles anders in Kanada, Nonstop Nonsens.

Frühlingsboten Himmelhochjauchzend

1 Kommentar Add your own

  • 1. MypestaibiaTagmupess  |  31. Dezember 2008 um 05:05

    mgakewjznzdllgdrwell, hi admin adn people nice forum indeed. how’s life? hope it’s introduce branch 😉

    Antwort

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