Wohl bekommt’s

30. April 2006 at 08:01 Hinterlasse einen Kommentar

Wenn wir Gäste haben, beruflich oder privat, und diese den Wunsch äußern, mal richtig kanadisch Essen zu gehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihnen die Landes-Küche näher zu bringen.

  • Hot Dog (entweder stilecht Downtown oder vorm Baumarkt; meinen ersten Hot Dog hatte ich Spadina Ecke Queen, wo sich die Stände mittlerweile einen heftigen Preiskampf liefern, Hot Dog für 1,- $ – hat ein gewisses Ekelpotential, üblich sind 2,50 oder sogar 4,- $, wenn man es unbedingt vorm ACC essen muss und ein Spiel stattfindet)
  • Hamburger (als Combo mit Poutine bei Harvey's, weil man sich seine Garnitur selbst aussuchen kann und der Veggie Burger sehr delikat ist, oder im Yellow Griffin Pub in der Bloor – riesige Auswahl und tolle Geschmackskombinationen)
  • Chicken Wings (eigentlich in jedem Pub zu haben und da alle die gleichen Saucen verwenden, geht man dahin, wo die Bedienung am freundlichsten ist, ich empfehle Fiddler's in der Anette Street)
  • Ribs (bisher immer selbst mariniert und gegrillt auf der heimischen Veranda genossen)
  • Steak

Am Freitag hatten wir also einen Kollegen aus Deutschland im Gepäck, dem wir die landestypischen Tischsitten vorführen wollten. Zu diesem Zwecke entschieden wir uns, das The Keg in der West Mall aufzusuchen.
In der Einrichtung – und eigentlich auch im Menü – ähneln sich die unterschiedlichen Steakhäuser ziemlich. Man kann fast sagen bis zur Unterscheidungslosigkeit. Es dominiert die Farbe Braun, sämtliche Fenster sind verhangen und an das Dämmerlicht muss man sich erstmal gewöhnen, besonders wenn draußen ein strahlender Tag ist. Und zu essen gibt es natürlich fleischige Brocken.
The Keg ist eine Kette (gibt es überhaupt unabhängige Steakhäuser?) und war am Freitag um 20:00 proppevoll. Wir mussten ungefähr 45 Minuten warten, und vertrieben uns die Zeit in der Bar mit der Vorspeise. Für mich der leckerste Teil des Abends (gebackener Ziegenkäse in Mandelkruste, Käse-Knoblauchbrot und Bruschetta) und eigentlich hätte ich danach auch aufhören können. Macht man natürlich nicht, also folgte ein Filet Mignon (well done), umwickelt mit Bacon und garniert mit Blue Cheese, dazu eine Kreation einer Backkartoffel, wo sie wohl die Kartoffel ausgehöhlt, das dann mit Gemüsen zu einem Brei verrührt, wieder eingefüllt und gebacken haben. Wie es kommen musste, schaffte ich natürlich kein Dessert mehr, sehr ärgerlich.

Fazit: Selbstverständlich kann man Steak essen gehen und irgendwie gehört es auch dazu, aber je öfter ich es mache, desto weniger reizt es mich. Gute italienische Küche ist mir lieber.

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Glückliches Schneiderlein Frühlingsboten

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