Voltaren 2

23. März 2006 at 16:47 Hinterlasse einen Kommentar

  1. Eine wunderbare Variante des herkömmlichen Supermarkts sind Geschäfte wie Bulk Barn. Kannte ich vorher auch nicht, ist aber klasse. Hier bekommt man alle möglichen lagerfähigen Lebensmittel und das besondere ist, dass sie nicht verpackt sind, sondern sich lose in großen Gefässen befinden und man die gewünschte Menge selbst abfüllen kann. Es gibt Saucen- und Suppenpulver, Mehl, Stärke, Nüsse, Bonbons, Ahornsirup, Erdnussbutter, Reis, Nudeln, Corn Flakes, Kekse und noch vieles mehr. Auch wenn ich nichts brauche, gehe ich immer wieder gerne durch die Reihen.
  2. Ziemlich erfinderisch muss man werden, wenn man nach einem deutschen Rezeptbuch kochen möchte. Quark, Creme Fraiche, Saure Sahne oder Schmand sind kaum zu bekommen und wenn doch, dann recht teuer. Dafür gibt es Sour Cream in allen Variationen, was aber auch nicht immer weiterhilft.
    Eine Coverversion von Bahlsens Prinzenrolle haben wir am Wochenende in einem polnischen Supermarkt (ja ich weiß, es wird immer schlimmer mit uns) gefunden und auch Zwiebelmettwurst. Man wird komisch im Ausland.
  3. Es gibt verschiedene Arten, bei Tim Hortons seinen Kaffee zu bestellen: Regular heißt mit Milch und Zucker, Double Double bedeutet mit doppelt Milch und doppelt Zucker (steht mittlerweile sogar als fester Ausdruck im Wörterbuch), wenn man nur Milch oder nur Zucker möchte, sagt man einfach mit Milch oder mit Zucker.
    In den USA ist unser medium übrigens small und unser large dann entsprechend medium – big is beautiful.
    Wendy’s verkauft jetzt Anteile von Tim Hortons, weil sie Geld für weiteres Wachstum brauchen, und alle sind ganz aufgeregt. Soviel Beachtung wurde das letzte Mal dem Börsengang von Google geschenkt, zumindest in Kanada.
  4. Bei Politikern ist eine Übung, die sich „crossing the floor“ nennt, sehr beliebt: Man tritt aus der eigenen Partei aus und in die ein, die gerade die Regierung stellt. Hat es im letzten Jahr bei den Liberalen gegeben (daran scheiterte sogar die Glamour-Beziehung der wechselfreudigen Politikerin zu ihrem standhaften konservativen Lebensabschnittsgefährten) und jetzt wieder bei den Konservativen. Diesmal wurde die sogenannte Ethik Kommission mit der Untersuchung des Falls beauftragt, weil ein gewählter Liberaler nach seiner Wahl das Lager wechselte und nun der konservativen Regierung angehört. Ein Vergehen wurde nicht festgestellt, wohl aber Handlungsbedarf.
    Eine in dieser Woche veröffentliche Umfrage hat ergeben, dass nur 14% der Kanadier Politiker für vertrauenswürdig halten, das ist der letzte Platz. Den ersten Platz belegen Feuerwehrmänner, dicht gefolgt von Krankenschwestern.
  5. Die Kino-Hitparade wird hier nicht anhand von Besucherzahlen ermittelt, sondern ergibt sich aus den eingenommenen Eintrittsgeldern. Das ist wenigstens ehrlich, denn den meisten Filmemachern geht es doch nicht darum, dass viele Leute ihr Kunstwerk sehen, sondern es ist das Geld, das reinkommen soll.
    Aber auch Veranstaltungen wie Festivals oder Straßenfeste messen ihren Erfolg nicht an den Besuchern, sondern an den Einnahmen. So werden auch unattraktive Attraktionen attraktiv, man muss nur die Preise entsprechend erhöhen.
Advertisements

Entry filed under: alles anders in Kanada, Nonstop Nonsens, tagtäglich.

Fritz für alle Boycott Canada

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Aktuelle Beiträge

März 2006
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Feeds


%d Bloggern gefällt das: