Under Construction Part Two

24. Februar 2006 at 08:00 Hinterlasse einen Kommentar

Powderroom_Rahmen.JPG Wohnzimmer_Drywall.JPG

Um die Übergänge und Schraubenlöcher in den Drywalls zu verdecken, werden mehrere Lagen Mörtel (Plaster) aufgetragen. Das Zeug muss am Ende abgeschliffen werden (und dieser Staub findet seinen Weg in wirklich jede Ecke), dann werden die Drywalls vorgestrichen und danach mit mindestens zwei Schichten Wohnraumfarbe versehen. Spart man sich den Voranstrich, tut man sich damit keinen Gefallen. Drywalls saugen Farbe auf wie ein Schwamm und da die Deckkraft der hiesigen Farben sehr zu wünschen übrig lässt, ist man mit solchen Wänden einige Zeit beschäftigt.
Überhaupt Farbe: Kommt man in einen Farbenladen oder Baumarkt, wundert man sich als erstes darüber, dass man nur weiße Farbe kaufen kann. Dann fallen die 17358 Farbkarten auf. Jede Farbe wird sozusagen nach persönlichen Wünschen gemischt. Dazu holt man sich die weiße Grundfarbe mit dem passenden Sheen (davon hängt z.B. die Abwischbarkeit ab und wie gut Unebenheiten im Plaster kaschiert werden) aus dem Regal, zeigt die Farbkarte seiner Wahl vor und verlässt den Laden mit dem Blau seiner Träume.
Das Plywood der Außenwände wird entweder mit einer Art Klinkertapete oder Stucco vorzeigbar verkleidet. Es gibt aber mittlerweile auch Häuser, die tatsächlich verklinkert werden. Wir haben uns für Stucco entschieden. Dazu wird das Haus zuerst mit Styropor verkleidet, das kennt man ja. Neu war für mich, dass auch Fenstersimse, Ziermauern oder was man sonst noch als Verzierung anbringen kann, aus Styropor gemacht werden. Darauf wird ein Mörtel aufgetragen und zum Schluss eine Masse, die dem Haus die Farbe und dem Anstrich die Struktur gibt. Bei uns war ein Trupp polnischer Handwerker eine Woche lang damit beschäftigt. Sie waren nicht nur super schnell, sondern auch ausgesprochen professionell und ordentlich. Ich habe in Deutschland noch nie einen Handwerker erlebt, der jeden Abend so pikobello aufgeräumt hat. Und wir hatten insgesamt grosses Glück mit unseren Handwerkern, obwohl unser Team schon sehr international war. Der Bauleiter war Italiener, die Eltern unseres Zimmermanns Portugiesen, der Kaminbauer war Ire, der Heizungsbauer Pakistani, die Architektin kam aus Kroatien, der Maler und einige zusätzliche Handwerker, die Engpässe überbrückt haben, waren auch Polen. Der Klempner und der Gehilfe des Zimmermanns waren Kanadier, zumindest deren Familien seit mehreren Generationen.
Fortsetzung folgt im dritten Teil!

Advertisements

Entry filed under: alles anders in Kanada, Tool Time.

Men at Work Weekend Warriors

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Aktuelle Beiträge

Februar 2006
M D M D F S S
« Jan   Mrz »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728  

Feeds


%d Bloggern gefällt das: