Die Ameisen, frei nach Ringelnatz

15. Februar 2006 at 11:44 Hinterlasse einen Kommentar

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Auf dem Rückweg von Quebec haben wir am Sonntag einen Zwischenstopp in Montreal eingelegt. Wir wollten dann doch nicht die 900 km zweimal innerhalb von vier Tagen in einem Rutsch fahren.
Laut unserem Reiseführer soll Montreal, im Gegensatz zu Toronto, was wir auch gar nicht bestreiten, ein funktionierendes Verkehrszentrum sein. Auf der Fahrt nach Quebec standen wir über eine Stunde im Stau, auf dem Rückweg konnten wir den Stau umgehen, weil wir Richtung Downtown abgefahren sind. Entweder ist der Autor Frankokanadier oder Radfahrer. Aber dass eine Stadt mit über drei Millionen Einwohnern, dazu noch auf einer Insel gelegen, Verkehrsprobleme haben muss, versteht sich wohl von selbst.
Montreal ist kanadischer als Quebec; auf der Strasse, gerade rund um die Uni und im Geschäftsviertel, wird oft englisch gesprochen und auch die schmerzlich vermissten Coffee Shops wie Tim Hortons, Second Cup und Starbucks lassen das Straßenbild vertrauter erscheinen. Dennoch hat es uns auch dort gut gefallen. In der Kürze der Zeit konnten wir uns nicht so viel anschauen, aber für einen Überblick über Chinatown, das alte Montreal am Hafen und die Einkaufsstraße reichte es.
In der Altstadt stehen noch viele der alten Gebäude und sogar einige Teile der Befestigungsanlage sind erhalten. Die Restaurants waren zwar größtenteils geschlossen, aber die Galerien hatten geöffnet und wir konnten uns gut vorstellen, was in den Gassen im Sommer los sein muss. Es ist schon ein Wohltat für’s Auge, diese historischen Häuser anzuschauen, wenn man ansonsten fast nur den Auswüchsen moderner Baukunst und der nicht enden wollenden Fantasie einiger Bauherren bei gleichzeitigem Fehlen jeglicher Bauvorschriften, so scheint es jedenfalls, ausgesetzt ist. Trotzdem haben wir uns gefreut, als wir am Montagabend in unser kleines Tal fuhren, Heimes Herd ist Goldes wert!

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
die wollten nach Australien reisen.
Doch in Altona, auf der Chaussee,
da taten ihnen die Beine weh,
und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten Teil der Reise.

Joachim Ringelnatz

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Entry filed under: alles anders in Kanada, on the road again.

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