Gartenfreuden

2. Februar 2006 at 12:25 2 Kommentare

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Seit ein paar Wochen ist der Begleiter einer meiner Gartenbewohnerinnen (Katze, nicht sterilisiert) verschwunden. Am Anfang dachte ich, dass es wieder einer seiner typischen Streunerausflüge wäre. Mittlerweile hoffe ich, dass er ein neues bzw. überhaupt ein Zuhause gefunden hat. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich die beiden Katzen nicht aus Angst um meine Möbel nicht aufgenommen habe, sondern weil ich zwei eigene Haustiere habe. Kaninchen, die Katzens Spieltrieb gern zum Opfer fallen. Außerdem ist es so, dass genau diese beiden Katzen unseren übernächsten Nachbarn gehör(t)en, die sich aber einfach nicht kümmern (Tierschutz ist hier so eine Sache, ich habe mal versucht, die zuständigen Organisationen dazu zu bewegen, einem Hund zu helfen, der mehrere Tage lang auf einem Balkon ausgesperrt war – leider ohne Ergebnis, das Tier muss eigentlich erst sterben oder zumindest kurz davor sein, bis sie einschreiten; die negative Seite der weitgehenden Freiheiten, die man hier hat). Wir haben irgendwann angefangen, die zwei Katzen zu füttern, damit sie aufhören, aus Hunger die kleinen Eichhörnchen und Vögel in unserem Garten zu jagen. Und für den Winter haben sie eine Hütte auf unserer Veranda bekommen. Wir streicheln sie und spielen mit ihnen, nur rein kommen sie eben nicht. Das ging ein halbes Jahr gut und nun ist er weg. Mietzi hat aber schon Ersatz gefunden. Drei streunende Rabauken, woher auch immer sie kommen, haben unseren Garten zu ihrem Revier erklärt. So muss sich die Mutter einer halbwüchsigen Tochter fühlen, wenn der nette Junge von nebenan durch die Strassengang aus dem Nachbarviertel ersetzt wird. Gemeinsam hängen sie nun auf unserer Veranda ab, teilen ihr Futter und ziehen um die Gartenschuppen. Mindestens einer der Rabauken markiert regelmäßig Mietzi’s Hütte und die Küchentür (Graffiti?), um seine Ansprüche deutlich zu machen.
Wenn also jemand da draußen ein wirksames Mittel dagegen weiß, wäre ich für einen Tipp sehr dankbar! Ich habe nun schon die zweite Flasche eines angeblich professionellen Anti Cat-Spray Mittels ausprobiert und muss leider sagen: Bisher hilft es nix. Das Zeug stinkt, der Kater markiert darüber, das stinkt dann noch mehr und ich bin es leid, jeden Tag die Veranda sauber zu machen.

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Entry filed under: tagtäglich.

Da also lag die Nation Jemand zuhause?

2 Kommentare Add your own

  • 1. Sigrid  |  2. Februar 2006 um 17:40

    Es ist schön zu lesen, daß Sie sich dieser Tiere angenommen haben und ihnen beim Überleben helfen.

    Sicher würde eine Kastration aller vier Tiere die Situation verbessern können: Ruhe für Sie, kein neuer Nachwuchs, insgesamt gesundere und ruhigere Tiere, vielleicht kein Spritzharnen der Kater mehr.

    Wahrscheinlich gibt es in Toronto eine Organisation, die TNR-Programme durchführt und Sie beraten kann.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sigrid

    Antwort
  • 2. Nicole  |  2. Februar 2006 um 18:28

    Ja, das wird etwas sein, was ich im Fruehjahr angehen werde. Im Winter moechte ich keinem Tier, das draussen lebt, eine Operation zumuten. Es gibt hier einer Organisation namens Humane Society, die vielleicht helfen kann. Zumindest bei der Sterilisation der Katze, um weitere Streuner zu vermeiden. Tieraerzte sind in Kanada sehr teuer, allein die Sterilisation kostet 300,- $, was vielleicht auch der Grund ist, dass so viele paarungswillige Katzen und Kater rumlaufen.

    Antwort

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