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Hinterm Horizont geht’s weiter
Lange, lange wollte ich mich schon daran machen, einmal ein paar unserer Ausflugtipps aufzuschreiben. Und da ich heute vor der Wahl stand, entweder das zu tun oder neue Bezüge für den Wohnwagen zu nähen (es lebe der Individualismus!), beisse ich lieber in den sauren Artikelapfel – auch und vor allem weil der am Ende des Tages fertig und veröffentlicht ist, während ich an den Bezügen wer weiss wie lange sitze.
Hier also unsere „Best of“ (unvollständig und in keiner Reihenfolge, sondern so, wie sie mir einfallen):
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Troyes (10): Kleine malerische Stadt mit einer schön renovierten Altstadt. Man kann einige Museen besichtigen oder auch einfach nur durch die schmalen Gassen bummeln und danach eine Kleinigkeit essen.
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Provins (77): Mittelalterliche Stadt und seit 2001 Weltkultur- und Naturerbe. Während der Sommermonate werden Ritterspiele aufgeführt.
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Chantilly und Senlis (60): Chantilly dürfte Freunden des Pferdesports ein Begriff sein. Man kann das Schloss und die dazugehörigen Ställe besichtigen (haben wir vor, aber noch nicht gemacht). Der Weg ins benachbarten Senlis ist ebenfalls sehenswert, verwunschen und kurvig. Wir waren dort zwar nur lecker essen, man kann sich aber auch die Kathedrale anschauen.
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Vaux-le-Vicompte (77): DAS Schloss schlechthin! Jedenfalls im Vergleich zu Fontainebleau und Versailles. Zum Glück gibt es mittlerweile Digitalkameras; ich wüsste nicht, wie viele Filme ich ansonsten verschossen hätte.
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Fontainebleau (77) und Versailles (78): Natürlich auch sehenswert, haben mich aber längst nicht so begeistert wie eben Vaux-le-Vicompte.
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Die Türme der Notre Dame de Paris (4. Arrondissement): Die grandiose Aussicht ist jede Treppenstufe wert – und auch die Wartezeit, bis man endlich hoch darf.
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Opera Garnier (Opera Nationale de Paris, 9. Arrondissement): Sehr üppig geschmücktes Gebäude mit einem wunderschönen Deckengemälde von Marc Chagall.
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Marais (4. Arrondissement): Schmale Gassen, schiefe Häuser, interessante Geschäfte und Lokale.
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Printemps (9. Arrondissement): Nicht so überlaufen wie die benachbarten Galeries Lafayette, ausserdem gefällt mir das Angebot besser. Das Highlight ist aber auch hier die Aussicht über Paris, die man auf der Dachterrasse gratis geniessen kann.
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Quartier Chinois (13. Arrondissement): Nix zum Bummeln, aber zum Essengehen!
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La Vallée Village (77): Outlet-Shopping vor den Toren von Paris, quasi in direkter Nachbarschaft zum Disneyland und an 7 Tagen die Woche. Longchamp, Burberry, Ralph Lauren – ich gehe selten ohne Tüten wieder heim, schliesslich heisst es ja auch shopping und nicht sightseeing.
1 comment Februar 20, 2009
Ich warte, also bin ich
Ein schlauer Mensch hat mal herausgefunden, dass wir statistische 5 Jahre unseres Lebens wartend in irgendwelchen Schlangen verbringen (während wir uns nur 3 Monate lang die Zähne putzen und 1,5 Jahre lang waschen – was natürlich nicht für die Franzosen gilt, aber das hatten wir ja schon).
Aus Hamburg wieder zurück in Paris haben wir uns also als erstes daran gemacht, etwas auf unser Lebenswartenschlangenkonto einzuzahlen und uns das Innere des Chateau Versailles angeschaut.
Zuerst standen wir anderthalb Stunden vor dem Ticket-Schalter an, danach, um reingehen zu dürfen, dann, um einen Audioguide zu bekommen und schlussendlich nochmal, um einen Blick in die Kapelle zu werfen. Für die Toiletten mussten wir uns sowieso immer anstellen. Dazwischen trug uns die Menschenmasse von einem Raum in den anderen, mit andächtigem Verharren war plötzlich Schluss.
Mittlerweile hatte Fritzi die Lust am Telefonieren mit dem Audioguide verloren und Hunger bekommen. Essen ist in Versailles verboten. Zum Glück hält sich Gerolds Interesse an Schlössern in Grenzen und die zwei hielten ein Picknick mit anschließendem Mittagsschlaf im Schlosshof ab (was eigentlich auch verboten ist, zumindest der Teil mit der Nahrungsaufnahme – Trinken darf man übrigens, aber nicht mehr als 0,5 Liter).
Versailles ist ein beeindruckender Bau mit einem ebenso beeindruckenden Garten (dessen Wasserspiele allerdings nur zweimal pro Tag das Auge erfreuen). Leider sind von der Inneneinrichtung kaum Möbel erhalten und der Eindruck, den man vom höfischen Leben bekommt, ist begrenzt. Auch dadurch, dass man beispielsweise keine Küchen oder Badezimmer (die es vielleicht gar nicht gibt?) anschauen darf.
Einen etwas authentischeren Eindruck vom damaligen Schlossleben bekommt man – und damit bringe ich dann doch tatsächlich meinen ersten Ausflugstipp an – im Chateau Fontainebleau. Der Garten ist zwar bei weitem nicht so eindrucksvoll wie das Pendant in Versailles, doch dieses Manko kann man durch einen Spaziergang im nahe gelegenen – und riesigen – Forêt de Fontainebleau locker ausgleichen.
1 comment August 12, 2008
Hamsterfahrt
Natürlich stand unser Hamburg-Besuch nicht nur im Zeichen der Selbsterkenntnis, sondern auch der Selbsterneuerung: Ich war endlich mal wieder beim Friseur.
Nun ist es nicht so, dass es die Figaros in der Hauptstadt der Mode nicht drauf hätten – ganz im Gegenteil, bestimmt sind sie einsame Spitzenklasse. Nur leider fehlten mir bisher immer im entscheidenden Moment die Vokabeln, die das drohende Desaster aufzuhalten vermocht hätten und die Weltsprache Englisch gehört einfach nicht zum Repertoire der hiesigen Coiffeurs.
Nach diversen Verschneidungen sass ich also endlich wieder auf einem deutschen Friseurstuhl und genoss die Beschreibung dessen, was ich gern hätte, in meiner Muttersprache.
Da der Zufall bekanntlich ein Eichhörnchen ist, kam der junge Mann, der meine Haarpracht wieder in Form bringen sollte, aus der schönen und französischen Provence. Zwangsläufig landeten wir irgendwann beim Thema Essen, das geht auch gar nicht anders, und da er kaum glauben konnte, dass man deutsche Lebensmittel im Reich des Paul Bocuse vermissen kann, erzählte ich ihm von unserer letzten Hamsterfahrt nach Deutschland, als wir nicht nur unseren Wohnwagen gekauft, sondern auch dessen Zugmaschine (das ist seit Januar übrigens der neue Volvo V70 – ein seeehr grosses Auto, viiiel zu gross für Pariser Strassen und Parkplätze, mit einem tollen Kofferraum und einem miserablen Navigationssystem) bis ans Dach beladen haben.
Zum Beispiel (nix für Vegetarier und andere Gesundheitsbewußte, aber immerhin Bio bzw. von Bauernhöfen aus der Region) mit Leberwurst, Teewurst, Mettwurst (eine französische Salami kann mit einer deutschen Mettwurst einfach nicht mithalten), Mettenden, Landjäger, Schinken (auch hier ziehe ich die geräucherte Variante der luftgetrockneten eindeutig vor), Bierschinken, Schinkenwurst, Sauerbraten, Rouladen und Streich-Bratwurst, aber auch mit Trollinger, Trollinger mit Lemberger, Schwarzriesling, Spätburgunder (ich habe immer noch keinen französischen Rotwein gefunden, nach dessen Genuss ich mich nicht wie mit Beton-Schuhen an den Füssen fühle), Brot, Kuchen und Marmelade von Fritzis Oma und Selbstgebrannten von Fritzis Ur-Opa.
Ein bisschen was wieder gut machen konnte ich immerhin, als ich ihm sagte, dass ich zumindest zwei traditionelle französische Gerichte kochen kann – nämlich die Quiche und die Tartiflette – und nie mehr wieder ohne Creme Brulee und Pain Suisse leben möchte.
Wenn ich mir allerdings die Liste nochmal anschaue… Vielleicht reisen wir mit unserem Wohnzimmer auf Rädern doch nicht weiter in Frankreich rum, sondern nisten uns auf einem deutschen Supermarktparkplatz ein…
Add comment August 8, 2008
Kinderschreckse
Wie schon angedeutet, haben wir vor ein paar Wochenenden wieder einmal das Tor zur Welt besucht. Mal ganz abgesehen davon, dass es am ersten Tag (der zum Einkaufen bestimmt war) ununterbrochen regnete, Fritzi und ich nur Sandalen – und keinen Schirm – dabei hatten und Air France den Kinderwagen in Paris stehen ließ, musste ich außerdem die Erfahrung machen, dass ich offensichtlich dem deutschen Mutter-Feindbild wie aus dem Gesicht geschnitten bin.
Denn tags darauf wurde ich doch tatsächlich verdächtigt, mein Kind in der Sonne, die zum Glück wieder schien, allein im Auto schlafen zu lassen. Statt zu erwidern, dass sie hupen würde, wenn es ihr langweilig sei, fing ich doch glatt an, mich zu verteidigen (wobei es nix zu verteidigen gab, denn erstens war Gerold bei Fritzi und zweitens fragt man vielleicht mal nach, bevor man anklagt).
Zwei Tage später puhlte die jugendliche Rezeptionistin unseres Hotels mit ihren langen Fingernägeln noch einmal in meiner Wunde rum. Ob ich mein Kind in der Empfangshalle einfach so stehen lassen wolle – wollte ich nicht, sondern nur den Kinderwagen. Hallo, jemand zu Hause?
Scheinbar stehen Mütter in Deutschland mittlerweile unter Generalverdacht – nicht nur, dass wir unsere Kinder nicht adäquat betreuen; nein, wir setzen sie wahlweise auch noch aus oder bringen sie gleich direkt um. Dann doch lieber einmal pro Woche in die USA einreisen – da wird man wenigstens nur wie ein Terrorist behandelt.
4 comments Juli 22, 2008
Und die Karawane zieht weiter
In Hamburg wohnen war mein erster erfüllter Traum. Ein eigener Garten wurde in Toronto Wirklichkeit. Aber aller guten Dinge sind bekanntlich derer drei. Und Paris hat mir nun einen Wohnwagen beschert. Den haben wir zwar nicht hier gekauft, aber es gilt das Wohnortprinzip.
Die erste Fahrt von Ilshofen hierher haben er und wir schon erfolgreich hinter uns gebracht und am letzten Wochenende wurde er mehr oder weniger vollständig eingerichtet. Wenn dann die Franzosen den Sieg über die Deutschen feiern, fahren wir Probewohnen. Und so die Dichtmasse will, werden wir in diesem Jahr außerdem in die Normandie und ans Mittelmeer reisen. Was mich natürlich unter Druck setzt – bisher bin ich alle Berichte über unsere Tagesausflüge schuldig geblieben; und dann kämen noch die Campingfahrten hinzu. Darüberhinaus muss ich einen neuen Traum finden (den ich aber eigentlich schon habe). Und immer noch eine neue Überschrift. Wenn dieser Stress mal nicht zu einer völligen Schreibblockade führt.
Add comment April 29, 2008
Meine Rente ist sicher
In der letzten Woche sind Fritzi und ich zum ersten Mal ohne männlichen Schutz nach Deutschland gereist. Und ebenfalls zum ersten Mal habe ich erlebt, was es heißt, als Mutter mit Kind allein zu reisen.
Los ging es schon am Flughafen in Paris. Wir wussten es, waren schon oft genug da gewesen, hatten es aber doch irgendwie vergessen: Auf dem „Charles de Gaulle“ findet die erste Sicherheitskontrolle bereits vor dem Einchecken statt und so schlängelte und schleppte ich mich allein mit Kinderwagen, Koffer, Teddyrucksack, Wickel-, Hand- und Fototasche durch das Gewühl zum Check-In-Schalter. Dort angekommen, hievte ich den Koffer auf’s Band, passte auf Fritzi auf, baute den Kinderwagen auseinander, holte Fritzi vom Nachbarschalter zurück, wartete mit einer quengelnden Fritzi auf die Ankunft der zwei Plastiksäcke, in die der Kinderwagen gepackt werden sollte, klaubte mein restliches Hab und Gut wieder zusammen und trat schlussendlich die lange Reise zum Gate an. Viel Geschleppe, viel Gelaufe, aber zum Glück eine annehmbare Toilette direkt am Gate, wo ich Fritzis Hände waschen konnte, die vom Krabbeln (warum sie nicht laufen wollte, weiß der Himmel) auf dem Fußboden so schwarz waren, dass sie bequem ihre Fingerabdrücke hätte abgeben können. Soviel Abhärtung durch Dreck muss dann auch wieder nicht sein.
Weiter ging es in Bremen. Immerhin bot sich ein Mitreisender an, mein Handgepäck aus dem Flugzeug rauszutragen und ein anderer hilfsbereiter Herr angelte meinen Koffer vom Band herunter. Was nicht kam, war der Kinderwagen, der am CDG aus Sicherheitsgründen immer aufgegeben werden muss. Als es endlich soweit war, erwachte der diensthabende Zollbeamte aus seiner Erstarrung; sein bis dahin leerer Blick fand ein Ziel: Uns! Das war auch nicht weiter schwer, denn wir waren die letzten zwischen den Gepäckbändern. Interessiert beobachtete er nun, wie ich einen Kinderwagen auspackte, aufbaute und gleichzeitig dem potenziellen Insassen hinterherlief, der eindeutig genug getragen worden war und außerdem zu lange gesessen hatte. Soviel Multitasking war zuviel für den guten Mann.
Dann kam der Rückflug, erste Station wieder Bremen. Hier kann man den Kinderwagen zwar mit zum Flugzeug nehmen, er muss aber natürlich durch die Sicherheitskontrolle (auseinander gebaut!) und dann auch irgendwie die Treppen zum Bus runter. Ich glaube, wir waren ungefähr drei Frauen an Bord und dreimal dürft Ihr raten, wer mit mir den Kinderwagen runter trug und im Bus geholfen hat. Natürlich keiner der Männer. Das rächte sich prompt, denn ich sollte als erste an Bord gehen. Vor dem Flugzeug das gleiche Spiel wie am CDG – Kinderwagen auseinander bauen und in Plastiksäcke einpacken. Mit Sturm Emma ein zeitraubendes Unterfangen, noch zeitraubender wenn keiner mithilft und den wehenden Sack aufhält.
In Paris war es dann etwas einfacher: Ein Sack war unterwegs verloren gegangen und als Fritzi in ihrem Wagen vor der Glasscheibe neben dem Gepäckband sass, auf der anderen Seite stand Gerold, da konnte ich in Ruhe unseren Koffer auflesen, der mittlerweile eine Reisetasche als Begleitung bekommen hatte. Koffer- und Kinderwagen schieben ist nicht ganz einfach, geht aber, auch wenn einige Hacken dran glauben mussten. Es ist schließlich enorm wichtig, dass, wenn man einen Kinderwagen sieht, schnell noch vorweg huscht.
Fazit: Alleinerziehend, und damit meistens alleinreisend, möchte ich wirklich nicht sein. Ob im Kinderparadies Frankreich oder in der Kinderhölle Deutschland – die Leute waren überall gleich freundlich bzw. unfreundlich und angenervt. Man braucht schon ein dickes Fell, um die Blicke und Mienen so mancher – wahrscheinlich kinderloser – Zeitgenossen zu ertragen. Ich habe mir dann immer vorgestellt, dass Fritzi später ganz allein für meine Rente arbeiten wird und all die Miesepeter zum Sozialfall werden (möglichst im Ausland, denn sonst liegen sie ihr ja wieder auf der Tasche).
Add comment März 5, 2008
Fronkreisch, Fronkreisch
Was ist es also, das uns tatsächlich dazu bewegt, unser kleines gelbes Haus mit meinem geliebten Garten in unserem kleinen Tal zu verlassen? Der erneute Ruf der Ferne! Es geht zurück nach Europa, genauer gesagt nach Frankreich und ganz präzise nach Paris (bzw. in einen kleinen kinderfreundlichen Vorort). Gerold macht einfach noch mehr Karriere und ich lege den nächsten Garten an.
Geplant hatten wir das nicht und ich gehe auch mit gemischten Gefühlen zurück. Denn zum einen habe ich längst noch nicht alles gesehen, was ich mir hier anschauen wollte, und zum anderen sind wir mit dem Haus nun gerade so weit, dass wir es mehr oder weniger ungestört genießen könnten. Ich bin mit dem Land nicht ganz fertig geworden und als ausgemachter Pingel ist das eine fast unangenehme Situation für mich. Hinzu kommt natürlich, dass ich Französisch in der 11. Klasse abgewählt hatte, weil ich die Sprache doof fand, das Land auch und die Leute sowieso. Schon allein was die essen. Beste Voraussetzungen also, um zukünftig dort zu leben (ich höre schon die Kommentare „ Warum ist die Alte eigentlich nicht in Hamburg geblieben?“ – gute Frage!).
Freuen wir uns also über neue Lästereien aus der Stadt der Liebe, auch wenn ein nicht ganz ernst zu nehmender Brite über seine Zeit dort ein Buch mit dem schönen Titel „A year in the Merde“ geschrieben hat. Dem ist nichts hinzuzufügen.
1 comment März 20, 2007
Shop til you drop
Und weil eine Trilogie auch gern vier oder mehr Teile haben kann, hier eine kurze Liste der Baby-Läden, die ich empfehlen kann:
- diaper-eez (Stoffwindeln, Kleidung, Avent-Produkte und Spielsachen, 2309 Bloor West)
- Moms to be… & more (Kinderwagen, Tragehilfen, Kleidung usw., 1642 Bayview)
- Whole Foods (Bio-Supermarkt, besser in Oakville als Downtown, weil grösser)
- The Baby Sling Shop (Online-Versand von Tragehilfen)
- Gymboree (Kleidung, z. B. im Eaton Centre oder Sherway Gardens)
- Baby Gap (z. B. im Eaton Centre oder Sherway Gardens, führen in ausgewählten Shops auch Maternity Kleidung)
- Max Market (Gourmet Convenience Food, Bloor West)
- Gurgles and Giggles (Maternity und später auch Family Photos; wenn man das Comfort Package bucht, muss man nicht mal das Haus verlassen)
- Wee Piggies & Paws (Hand- und Fussabdrücke und beides auch als eine Art Statue – sieht dann aber eher wie Leichenteile aus)
- Salsa Babies (Tanzen für Mami und Baby – es macht auch nix, wenn man zwei linke Füsse hat so wie ich)
Add comment März 7, 2007
Lightshow
Gestern Abend haben wir uns aufgemacht, das zur Zeit wohl best beleuchteteste Haus Torontos anzuschauen. Es steht im Nordosten der Stadt, umgeben von Villen teils imposanten Ausmaßes, die im Moment allesamt auf ihre Außenbeleuchtung verzichten können und deren Bewohner dem Rummel vielleicht auch gerne entgehen würden. Aber das Ganze dient schließlich einem guten Zweck und so fügen sie sich wahrscheinlich leise murrend in ihr Schicksal.
Der Anblick, der sich uns bot, war in der Tat beeindruckend – mal abgesehen davon, dass wir wieder einmal fast die Einzigen waren, die sich das Spektakel auf ihren zwei Beinen stehend anschauten, während alle anderen in ihren Autos sitzen blieben; natürlich bei laufendem Motor. Eine Entschuldigung hatten sie auch gleich parat: Man wurde nämlich von mehreren Schildern dazu aufgefordert, den Radiokanal 104,9 einzuschalten und konnte dann erleben, dass sich die Lichter im Takt der Musik bewegten und veränderten. Schon sehr professionell. Da aber die wenigsten Autos schalldicht isoliert sind, konnten wir die Musik auch so gut hören.
Natürlich haben wir ein paar Fotos gemacht. Und natürlich klickte der Auslöser Dank der Verzögerung immer dann, wenn die Lichter gerade aus waren. Deshalb sei an dieser Stelle auf die Homepage der Lindsay-Brüder verwiesen, wo man sich auch die passende Musik anhören kann.
Auf dem Rückweg haben wir übrigens eine kurze Rast im „Axis“ eingelegt und unser guter erster Eindruck hat sich voll bestätigt. Es war Steak Night und Gerold bekam eine ordentliche Männer-Portion fleischiger Brocken. Auch ich hatte endlich Glück mit meinem Chicken Cesar Wrap und die Kellnerin, diesmal eine andere, war wieder überaus freundlich.
1 comment Dezember 12, 2006
Randnotizen
In der letzten Woche war ich doch ziemlich schreibfaul, deshalb hier die neusten Neuigkeiten in Kürze:
1. Wen es interessiert, der Amokläufer von Emsdetten hieß Sebastian Bosse. Selbst hier wurde über den Fall berichtet und während auf Spiegel Online erst einen Tag später höchstens von Sebastian B. die Rede war, wussten wir schon alle Bescheid.
2. Zwischendurch bleibt bei uns ja immer mal wieder die Küche kalt, was mir die Gelegenheit zu einem weiteren Restauranttipp gibt. Diesmal haben wir das „Axis“ ausprobiert (3048 Dundas West).
Sehr nett eingerichtet und sehr freundliche Kellnerin. Leider war sie alleine und es dauerte immer ein wenig, bis die Bestellungen aufgenommen wurden bzw. dann auch ankamen. Mein Essen hatte sie dann leider auch verwechselt und ich bekam kein Chicken Caesar Wrap sondern ein Clubhouse Wrap – es war aber trotzdem lecker. Gerold war von seiner Sheppard’s Pie ein wenig enttäuscht – eher eine Frauen-Portion und nicht klassisch mit Kartoffeln sondern etwas experimentell mit Kürbis. Zum Glück bekam ich nicht alles auf.
Fazit: Mir hat’s gut gefallen und geschmeckt und die kleinen Schönheitsfehler haben mich kaum gestört – auf keinen Fall genug, um abzuraten.
3. Klotzen, nicht kleckern – das war wohl das Motto einer Gruppe Hanf-Anbauer, die in einem Apartmenthaus in Toronto 22 Wohnungen gemietet und darin Hanf gezüchtet haben. Letzte Woche sind sie aufgeflogen und die veröffentlichten Polizeivideos waren schon interessant. Wild gespannte Stromleitungen und Abluftrohre, zahllose Wanddurchbrüche für Kabel und Lüftungen, Bewässerungsanlagen, Dutzende 1000-Watt-Lampen (an die Herdsteckdose angeschlossen, um 220 Volt zu bekommen) und natürlich Hanfpflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien.
Da kann man als unbekiffter Mitbewohner wirklich nur froh sein, dass weder die ganze Bude abgefackelt wurde, noch der Schimmel die Wände rauf oder runter gekrochen kam und man auch keine Düngerbrühe auf den Kopf bekommen hat.
Ein bisschen schade ist es natürlich schon um all die Glücklichmacher.
4. An diesem Samstag wurde der offizielle Toronto-Tannenbaum angeknipst. Im letzten Jahr haben wir uns das angeschaut und sind deswegen diesmal nicht wieder hingegangen. Es macht nämlich wenig Spaß, zwischen all den Menschen frierend darauf zu warten, dass jemand endlich den Schalter umlegt, während das Rahmenprogramm eher langweilt und es nicht einmal heißen Kakao und Kekse gibt – von Glühwein und Bratwürstchen ganz zu schweigen. Wer bei solchen Gelegenheiten auf Weihnachtsmarkt-Atmosphäre hofft, bleibt besser daheim.
5. Der diesjährige Saisonauftakt der Raptors ist mit 8 Niederlagen in 10 Spielen irgendwie kaum besser als der im letzten Jahr (9-1). Doch wir Raptor-Fans sind Kummer gewohnt und genießen die wenigen Glücksmomente dafür umso mehr. Wie z.B. das Spiel gegen die Cavaliers. Mit 95 zu 87 besiegten die Raps das Team von LeBron James und brachten damit das Publikum im ACC und mich vor dem Bildschirm zum Toben. Während die Raptors zu dem Zeitpunkt den vorletzten Platz der Eastern Conference belegten, standen die Cavaliers auf dem ersten und da ist so ein Sieg schon etwas besonderes.
1 comment November 27, 2006